kleine Flüsse, Bäche


Kleine Flüsse sind das Besondere in dieser Region und es gibt bestimmt ca. 20 namhafte, ohne die Zuflüsse oder Flussabschnitte. Einige bekannte davon sind die 7-8 Zuflüsse zum Namsen wie z. B. Bjøra, Sanddøla, … Diese Flüsse sind dann oft nur 10-20 Meter breit und man kann die selben großen Lachse darin fangen. Der Drill ist dann noch spektakulärer, weil man den Fischen oft folgen muss.

 

Außer den bekannten Namsen-Zuflüssen gibt es aber eine Reihe weniger bekannter, kleinerer Flüsse, die von den Norwegern entweder nur bei maximalen Wasserständen befischt werden, oder wenn die beste Zeit z. B. am Namsen vorbei ist. Die meisten Norweger angeln in dieser Region überwiegend in den bekannten Großflüssen. Daher ist das Angeln in den unbekannteren kleinen Flüssen besonders interessant und meist deutlich erfolgreicher, als in Namsen und Co. An guten Tagen kann dann auch mal ein oder mehr als ein Fisch je Angler gefangen werden.

 

In diesen Gewässern kann man leichter erahnen, wo die Fische stehen oder ziehen, oft sind sie dort auch gut zu sehen und können gezielt angeworfen werden. In den meisten dieser kleinen Flüsse spielt auch der Wasserstand die entscheidende Rolle, ich kenne aber einige, die immer eine ausreichende Wassermenge für einen Aufstieg führen, oder in denen man die Fische in den von der Tide beeinflussten Bereichen schon fangen kann. Sehr spaßig ist es dann, wenn ein Fisch als Fluchtbereich den Fjord oder das Meer entdeckt hat.

 

Viele Kleinflüsse können besonders gut mit der Fliege befischt werden, was in der meisten Zeit die erfolgreichste Methode ist. Natürlich kann man aber auch mit anderen Ködern wie Blinker, Wobbler und Wurm fangen. Einige Gewässer oder Abschnitte haben aber auch ausgewiesene Fliegenstrecken. Ich persönlich fische am liebsten mit der Fliege oder dem Blinker, Wurmangeln ist nicht mein Ding, wobei es zu bestimmten Zeiten wie Hochwasser oder in tiefen Bereichen sicherlich der beste Köder ist, man aber auch viele Junglachse verangeln kann.

 

Die Gerätewahl ist dabei nach der vorkommenden Fischgröße zu treffen. Es gibt einige Flüsse, in denen Lachse und Meerforellen so gut wie nie über 4 kg gefangen werden. Dann kann man natürlich mit leichter Fliegenrute wie 5er oder 6er angeln, bzw. mit Blinkerruten von 20 - 40 Gr. WG mit 0,25 / 0,30 Monofil. In anderen Flüssen ist das absolut tabu, in denen Fische mit 10 oder mehr kg vorkommen. Dann muss man schon auf Fliegenruten der Klasse

10 - 12 gehen und Blinkerruten von 40 - 80 Gr WG mit 0,40 Monofil verwenden.

 

Die Fischgröße kann wirklich variieren, die Maximalgröße muss sich wie gesagt nicht hinter dem Namsen verstecken und ich kenne einige Norweger, die dort schon Fische um oder über 20 kg gefangen haben. Kjell Arilds und Kjell Ove (ein anderer verrückter Lachs fischender Freund) haben schon Lachse von 17 und 18 kg in diesen Kleinflüssen auf Fliege gefangen, wobei es dort auch verbriefte Fänge von über 20 kg gegeben hat. Unser größter (inkl. meiner Freunde) Fang in den Kleinflüssen war 12,5 kg schwer, größere gingen verloren.

 

Die Tageslizenzen variieren so zwischen 15 € bis 40 €. Für einige Kleinflüsse bekommt man sogar eine Wochenkarte für 20 €.

 

Zusammen gefaßt sind die Kleinflüsse mit den Straumen meine persönlichen Favoriten mit einer deutlich größeren Aussicht auf Fische, mit mehr Spaß und bei deutlich weniger Angeldruck und weniger Anglern, denen man begegnet.